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Strahlender Sonnenschein lockte am letzten Sonntag wieder 80 Oldtimer zur 2. ADAC Oldtimerfahrt "Kinzigtal Classic" nach Erlensee. Die Automobile und Motorräder aus sieben Jahrzehnten waren eine Augenweide für alle Oldtimerfans, auch wenn man zwischendurch einigen Zuschauern erklären musste, dass ein Auto nicht immer im frischen Lack glänzen muss, um wertvoll zu sein. So brachten zum Beispiel die Brüder Thomas und Fred Hestermann aus Erlensee einen 1927er Chevrolet Pickup an den Start, der so aussah, als käme er gerade erst von der Waldarbeit zur Veranstaltung gefahren. Rost auf den Kotflügeln und blätternde Farbe an der Holzbordwand würden so manchen Besitzer eines solchen Gefährts verleiten, alles abzuschleifen und neu zu lackieren. Aber gerade diese Originalität und Beständigkeit seit 83 Jahren macht solche Autos wertvoll.
Willy und Christa EisingerWie schon im Vorfeld berichtet, führte die Fahrt am Vormittag durch das Kinzigtal über die Wegscheide am Rande des Spessarts entlang zurück nach Erlensee, wo das Team des Automobilclub Kinzigtal schon mit dem Mittagessen wartete. Nach der Mittagspause fand dann eine Sonderprüfung auf dem Kirchplatzfest in Rückingen statt, zu der sich viele interessierte Zuschauer einfanden. Die nächste Station war Niederrodenbach, wo Bürgermeister Schenja im historischen Ortskern seine Gemeinde repräsentierte und eine Kontrolle besetzte.

Mit einem kleinen Schlenker über Somborn ging es dann nach Butterstadt und über Bruchköbel, wo die Teams von Bürgermeister Maibach und der Maiskönigin empfangen wurden, zurück zum Ziel nach Erlensee.
Die Kinzigtal Classic hat einen sporttouristischen Charakter. Das bedeutet, dass die Teams nicht nur mit ihren Motorrädern und Autos wieder im Ziel ankommen, sondern unterwegs auch einige Aufgaben bewältigen mussten, bei der Fahrer und Beifahrer gefordert waren. Besonders die Beifahrer mussten bei dieser Fahrt ihr Können im genauen Lesen von Landkarten und Fahrtanweisungen unter Beweis stellen. Und so hagelte es dann auch bei manchem Team eine Menge Strafpunkte, die der Fahrer durch Genauigkeit z.B. beim Gatterfahren, Bordsteinfahren und Gleichmäßigkeitsprüfungen wieder gutmachen musste. Zum Schluss stand, auch wenn es sich hier um einen der letzten Meisterschaftsläufe zur ADAC Hessen-Thüringen-Meisterschaft 2010 handelte, der Spaß im Vordergrund.

Am Ende eines langen Tages wurden dann die Sieger in der Erlenhalle gekürt. Peter Schöneberg aus Alzenau gewann auf seiner Vespa GS3, Baujahr 1960 die Gesamtwertung der Motorräder. Gesamtsieger der Automobile wurden Michael und Uschi Kreuter aus Braunfels mit ihrem Mercedes 350SL, Baujahr 1973 knapp vor Willy und Christa Eisinger aus Elz in Ihrem wunderschönen Ford A Roadster Baujahr 1928, die somit auch den Pokal der Firma Hestermann für das "Best American Car" mitnehmen durften. Als bestes Damenteam konnten Nicole Oehm-Schneider und Michelle Schneider aus Erlensee mit ihrem Opel Olympia Rekord P1 Baujahr 1958 nicht nur die Klasse der Automobile von 1946-1960 für sich entscheiden, sondern auch bis auf den vierten Gesamtrang vorfahren. Sportleiter Bernd Schneider und der Vorsitzende des AC Kinzigtal, Kurt Oehm, bedanken sich an dieser Stelle noch einmal für den großen Zuspruch der Teilnehmer und das tolle Engagement des gesamten Vereinsteams.